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CD-Rezension Richard Egarr

Entdeckung

Welch ein interessanter Fund: Christopher Gibbons, Sohn des berühmten Renaissance-Komponisten Orlando Gibbons, bekommt ein musikalisches Gesicht. Bevor Richard Egarr sich daran machte, sein Werk zu sichten und aufzuführen, war Christopher nur als Lexikoneintrag präsent, als bester Organist am Hofe Charles II in England. „Planlos und ein bisschen barbarisch“ nannte ein Musikologe seiner Zeit seinen Stil,…

vonKlemens Hippel,

Welch ein interessanter Fund: Christopher Gibbons, Sohn des berühmten Renaissance-Komponisten Orlando Gibbons, bekommt ein musikalisches Gesicht. Bevor Richard Egarr sich daran machte, sein Werk zu sichten und aufzuführen, war Christopher nur als Lexikoneintrag präsent, als bester Organist am Hofe Charles II in England. „Planlos und ein bisschen barbarisch“ nannte ein Musikologe seiner Zeit seinen Stil, und tatsächlich ist diese Musik voller ungewöhnlicher harmonischer Wendungen, bemerkenswerter Klänge und architektonischer Besonderheiten. Herausragend ist das achtstimmige Anthem Not unto us, in dem Gibbons strengen Kontrapunkt mit einem geradezu ekstatischem Ausdruck verbindet. Ebenso sperrig wie aufregend sind die Orgelwerke, und auch in den konventionelleren Instrumentalwerken steckt so manche Überraschung, die Richard Egarr mit seinen Ensembles pracht- und lustvoll hervorhebt.

 

 

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