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Rezension Renaud Capuçon – Beethoven: Klaviertrios

Gelungenes Geburtstagsgeschenk

Frank Braley und die Brüder Renaud und Gautier Capuçon bestechen mit Beethovens Klaviertrios durch maximale Ausdruckskraft.

vonJohann Buddecke,

Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk Beethovens 250. präsentieren Pianist Frank Braley und die seit langer Zeit wieder gemeinsam auf einer Aufnahme zu hörenden Brüder Renaud und Gautier Capuçon mit ihren Interpretationen des „Geistertrios“ und des Erzherzog-Trios. Beide Werke bestechen in dieser Einspielung durch maximale Ausdruckskraft, so dass einmal mehr deutlich wird, warum Beethoven unter anderem mit diesen beiden Kompositionen der Kammermusik als Gattung ihren entscheidenden Weg ebnete. Kraftvoll präsentiert das Ensemble den Kopfsatz des fünften Trios, ohne dabei den kantablen Charakter des Themas zu konterkarieren. Der langsame Satz macht, seinem düsteren Ausdruck gemäß, dem Beinamen des Werks alle Ehre, das Finale gelingt eindringlich und überzeugt durch Präzision im Zusammenspiel. Fast schon sinfonische Dichte erreicht das Ensemblespiel im siebten, dem Erzherzog Rudloph von Habsburg gewidmeten Trio. Klavier und Streicher agieren als Einheit, Artikulation und Dynamik bestechen im Einzelnen.

Renaud Capuçon © Simon Fowler/Warner Classics
Renaud Capuçon © Simon Fowler/Warner Classics

Beethoven: Klaviertrios Nr. 5 & 7

Renaud Capuçon (Violine), Gautier Capuçon (Violoncello), Frank Braley (Klavier)
Warner Classics

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