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Rezension Reinhard Goebel – Mozart: Gran Partita

Fundstücke

Reinhard Goebel und das Münchner Rundfunkorchester haben zwei lohnenswerte Raritäten von Mozart und Cannabich ausgegraben.

vonChristoph Vratz,

Der erprobte Schatzgräber Reinhard Goebel präsentiert abermals einen seiner Funde: Mit dem Münchner Rundfunkorchester hat er eine Orchesterbearbeitung von Mozarts „Gran Partita“ einstudiert, die von einem Mozart-Zeitgenossen stammt, von Franz Gleißner, seinerzeit Hofmusiker in München und Erst-Autor eines Mozart-Werkverzeichnisses. Im Anschluss erklingt eine „Sinfonia concertante“ von Christian Cannabich mit den Violinsolisten Stanko Madić und Eugene Nakamura. Goebel spürt den Details beider Werke mit gewohnter Akribie nach, ob bei Akzenten, Pausen, herausgehobenen Stimmen oder langen Linien. Die „Romanza“ bei Mozart klingt wie eine rein instrumentale Opernarie, der Variationensatz farbig, das Finale mal tänzerisch, mal ein bisschen verschmitzt. So ist ein Album entstanden, das weit mehr verdient als einen Platz in einer Liste mit Kuriositäten.

Mozart: Gran Partita B-Dur KV 361, Cannabich: Sinfonia concertante Es-Dur

Stanko Madić (Violine), Eugene Nakamura (Violine), Münchner Rundfunkorchester, Reinhard Goebel (Leitung)
BR Klassik

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