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CD-Rezension Philipp Ahmann

Wohl austariert

Frei von flacher Stil-Imitatio, finden Philipp Ahmann und der NDR Chor, auch dank samtiger Bässe, einen eigenen Weg

vonChristoph Vratz,

Es ist ein kompliziertes Kapitel der Musikgeschichte, das mit dieser CD aufgeblättert wird: die geistliche Musik der russisch-orthodoxen Kirche und ihre labyrinthischen Wege an die Öffentlichkeit. Doch im Vordergrund steht, wie der NDR Chor die Musik von Tschaikowsky bewältigt. Es handelt sich um vier Ausschnitte aus der Göttlichen Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus und die 1884/85 komponierten Neun liturgischen Chöre für gemischten vierstimmigen Chor. Der NDR Chor macht nicht „auf russisch“, und doch klingt er so. Frei von flacher Stil-Imitatio, findet er, auch dank samtiger Bässe, einen eigenen Weg. Die tiefen Stimmen sind Teil eines genau austarierten Gesamtgebildes, das vor allem in den zurückgenommenen Passagen leuchtet und berührt. Philipp Ahmann meidet schleppende, pathetisch-langsame Tempi. Er findet ein überzeugendes Maß, das dem geistlichen Charakter durchaus entspricht.

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