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Rezension Markus Poschner – Tschaikowsky: Manfred-Sinfonie

Klang-Opulenz

Dunkel gefärbt und lyrisch deutet das von Markus Poschner dirigierte Orchestra della Svizzera italiana Tschaikowskys „Manfred“-Sinfonie aus.

vonChristoph Vratz,

Nachdem Anfang 2024 Markus Poschner und das Orchestra della Svizzera italiana eine Aufnahme mit Tschaikowskys Sinfonien Nr. 5 und 6 vorgelegt haben, folgt nun eine Einspielung der „Manfred“-Sinfonie nach Lord Byron. Es ist eine Aufnahme der dunklen Farben, des breit gefächerten sinfonischen Klangs. Ersteres fügt sich mit dem düsteren Gesellen Manfred, den Lord Byron literarisch gezeichnet hat. Zweiteres entspricht schlicht dem Ansatz, den Tschaikowsky hier verfolgt. Das Scherzo gerät zu einem spukhaften Satz, geprägt von vielen kurzen Akzenten und einem virtuosen Wechselspiel solistischer Einlagen. Den „con moto“-Charakter des langsamen Satzes deutet Poschner ein wenig gebremst, dafür lyrisch, gerade an jenen Stellen, wo die Holzbläser führend beteiligt sind. Das Finale gerät zu einer knapp 20-minütigen Klang-Orgie, die an die sinfonischen Orchestrierungen von Hector Berlioz erinnert. Poschner dirigiert das straff und hat im Orchestra della Svizzera einen folgsamen Partner.

Tschaikowsky: Manfred-Sinfonie op. 58

Orchestra della Svizzera italiana, Markus Poschner (Leitung)
Claves

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