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CD-Rezension Johannes Pramsohler

Ein Geiger setzt auf Risiko

Corelli als schlichter Technik-Lehrmeister für Generationen von Streichern? Geiger Johannes Pramsohler beweist auf seinem neuen Konzeptalbum das Gegenteil

vonChristoph Forsthoff,

Als Künstler ein eigenes Label zu gründen: Welcher Musiker hätte sich das dereinst schon getraut? Doch im digitalen Zeitalter haben sich die PR- und Finanzierungs-Hürden verflüchtigt – ja, wer heute nicht das x-te Beethovenkonzert aufnehmen oder Optik-dominierten Vermarktungsstrategien folgen will, ist gezwungen, sein eigenes Label-Glück zu suchen. Was im Ergebnis nicht nur für frischen Wind im Markt sorgt, sondern dem Hörer auch ein Mehr an spannenden Aufnahmen beschert. Denn wer hätte Johannes Pramsohler schon ein Konzept-Album um Corellis erste Violinsonate aus Opus 5 abgekauft? Also erkundet der Südtiroler nun auf seinem Label Audax mit dem kongenialen Cembalisten Philippe Grisvard in Eigenregie, wer von Albicastro bis Händel sich wie den barocken Geigenmeister zum Vorbild nahm. Virtuos und kunstvoll in den Verzierungen, klangschön und reich an Stimmungen: Selbständigkeit lohnt sich!

 

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