Startseite » Rezensionen » Neoklassizismus-Inflation

CD-Rezension Inspirations

Neoklassizismus-Inflation

Holzbläser-Konfekt aus Frankreich, dargeboten vom Trio Inspirations kann nicht ganz überzeugen

vonEcki Ramón Weber,

Oboe, Fagott und Klavier, daraus setzt sich das junge französische Kammerensemble Inspirations zusammen. Auf seiner Debüt-CD bringt es einen Querschnitt durch die klassische Moderne Frankreichs, Musik, die einem bis nach dem Zweiten Weltkrieg verlängerten Neoklassizismus verpflichtet ist. Interpretiert werden die Werke allesamt mit großer Präsenz, in ungekünstelter musikalischer Ansprache, spieltechnisch souverän und auch virtuos, wo gefordert. Da gibt es blumige Arabesken, launige Kapriolen, Schwelgen im Holzbläserklang. Das Trio von Francis Poulenc etwa ist sehr pointiert, ja gestochen scharf gestaltet. Auch die Portion Ironie fehlt nicht. Und dennoch könnte hier manches frecher, übermütiger sein. Es fehlt die letzte Würze. Bei schwächeren Werken wie jenen von Florent Schmitt oder Robert Planel geraten die inflationären Oberflächenreize zu Geplätscher. Für willkommene Abwechslung sorgt kurzfristig der etwas sprödere Stil von André Jolivets Sonatine.

Auch interessant

Rezensionen

Anzeige

Audio der Woche

Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker

Ein Konzerterlebnis der Spitzenklasse gab es im Park von Schloss Schönbrunn in Wien. Unter Leitung von Andris Nelsons präsentierten die Wiener Philharmoniker und Starsolistin Lise Davidsen ein unterhaltsamen Programm mit Musik von Verdi, Wagner, Smetana u.a.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!