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Rezension Eckart Runge – Mozart 1-2-3-4

Homogen

Cellist Eckart Runge begibt sich mit drei Kollegen auf Mozart-Expedition. Das Ergebnis ist durchsichtig, hätte jedoch mehr Euphorie vertragen.

vonChristoph Vratz,

Eine aparte Idee: Zwar lautet der Titel „Mozart 1-2-3-4“, doch die wahre Abfolge der Besetzung auf dem Album lautet 4-3-2-1: vom Klavierquartett über ein Trio und eine Violinsonate hin zur Solo-Sonate KV 282. Pierre Colombet an der Geige, Máté Szücs an der Bratsche, Cellist Eckart Runge und Julien Libeer haben diese Expedition unternommen und liefern ein homogenes Ergebnis. Libeer ist ein technisch versierter Übermittler alles Drängenden und der gesanglichen Momente von Mozarts Musik. Zusammengehalten werden diese Pole durch eine Form von Durchsichtigkeit, die sich in allen Besetzungen wiederfindet. Eher zurückhaltend wirkt Liebeers Gestaltung der Bassstimmen, gerade im Finale des Quartetts KV 478. Die vier Werke sind genau und wie mit einem Silberstift gearbeitet. Über ein Mehr an Euphorie, an Schwung und Mut im Sinne einer klanglichen Verführungskunst wäre zu diskutieren.

Eckart Runge
Eckart Runge

Mozart 1-2-3-4
Mozart: Klaviersonate Es-Dur KV 282, Violinsonat F-Dur KV 377, Klaviertrio B-Dur KV 502 & Klavierquartett g-Moll KV 478

Pierre Colombet (Violine), Máté Szücs (Viola), Eckart Runge (Violoncello), Julian Libeer (Klavier)
harmonia mundi

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