Rezension Simon Trpčeski – Makedonissimo

Kultpotenzial

Pianist Simon Trpčeski verarbeitet mit inspirierten Kollegen wahre Schätze aus dem Fundus makedonischer traditioneller Musik. Das Ergebnis ist atemberaubend.

Das putzt Ohren, Geist und Seele richtig durch! Diese Musik ist quirlig, vielgestaltig, humorvoll, flott, gefühlvoll, zwischendurch auch mal mit tiefer Empfindung reflektierend und sogar kontemplativ. Die einzelnen Stücke, ob schnell oder langsam, ständig schillernd wie ein üppiges, opak glitzerndes Mosaik. Faszinierende Klangeindrücke irgendwo zwischen Neuer Klassik, Salonmusik, Jazz, Bukovina Club, Sinti- und Roma-Musik – und doch mit einem ganz eigenen starken Charakter. Kein bisschen Fusion-Einerlei. Pianist Simon Trpčeski hat sich mit befreundeten Musikern zusammengetan und Impulse aus makedonischer Folklore zu mitreißenden Stücken verdichtet. Gespielt wird geschliffen und virtuos, dennoch kommt alles unglaublich lässig rüber. Dieses Album hat das Potenzial, Kult zu werden. Und es tut unheimlich gut in dieser Zeit, die manchmal so lähmend wirkt.

© Benjamin Ealovega/KulturOp

Simon Trpčeski

Simon Trpčeski

Makedonissimo

Simon Trpčeski (Klavier) & Friends
Linn

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