Frédéric Chopins zündende Klavierwerke regten schon die Zeitgenossen zu Bearbeitungen an. Etwa Pauline Viardot, Opernsängerin und Komponistin aus der Sänger-Dynastie Manuel García. Viardot kannte Chopin und Georges Sand natürlich persönlich. Es heißt, der Meister habe sogar einige der Lieder, die die Diva auf seine Mazurken komponiert hatte, bei einem Konzert in London am Klavier selbst begleitet. Die Mezzosopranistin Marina Comparato präsentiert diese 12 Mazurka-Lieder jetzt neben Originalkompositonen von Viardot, darunter eine Eloge auf Madrid und Neujahrslieder für das Jahr 1850. Ein originelles Repertoire. Aber leider klingt der Gesang vor allem bei den Chopin-Arrangements zu angestrengt. Dabei sollen diese Lieder leicht, kokett und beschwingt tänzeln. Die folkloristisch geprägten Stücke liegen Comparato offenbar besser in der Stimme. Hinzukommt, dass der Akustik der Aufnahme breiig wirkt. Schade.
CD-Rezension Marina Comparato
Gut gemeint
Pauline Viardot war nicht nur eine berühmte Sängerin der Romantik, sie hat auch komponiert – leider macht diese CD nicht ganz glücklich
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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