Hineingehorcht

CD-Rezension Marie-Elisabeth Hecker

Hin­ein­ge­horcht

Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen horchen tief in die beiden so unterschiedlichen Cellosonaten von Brahms hinein

Eitel­kei­ten haben hier kei­nen Platz. Sie wer­den mit einer Selbst­ver­ständ­lich­keit außen vor­ge­las­sen, dass es fast schon spek­ta­ku­lär zu nen­nen ist. Marie-Eli­sa­beth Hecker und Mar­tin Helm­chen hor­chen tief in die bei­den so unter­schied­li­chen Sona­ten für Cel­lo und Kla­vier von Johan­nes Brahms hin­ein. Robus­ter hat man die­se Sona­ten schon gehört, ker­ni­ger, bass­las­ti­ger, teil­wei­se auch schnel­ler. Doch wie hier die wei­ten Bögen in der frü­he­ren ers­ten und die stän­di­gen Stim­mungs­wech­sel in der zwei­ten Sona­te aus­ge­leuch­tet wer­den, wie das stän­di­ge Wech­sel­spiel der Ein­sät­ze im Fina­le der e‑Moll-Sona­te gelingt, die tie­fe Ruhe im Ada­gio der F‑Dur-Sona­te – ja, es gibt viel Erstaun­li­ches auf die­ser Auf­nah­me. Vor allem, wie es Helm­chen es gelingt, das Mit­ein­an­der im Blick zu haben und nicht das Kla­vier pla­ka­tiv ins Schau­fens­ter zu stel­len, selbst in den Momen­ten der ent­schlos­se­nen Atta­cke.

Brahms:
Cellosonaten Nr. 1 & 2

Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello), Martin Helmchen (Klavier)
Alpha

Termine

Samstag, 27.05.2023 19:30 Uhr Société de Musique La Chaux-de-Fonds

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