3 Fragen an ...

Siggi Loch

Der Gründer des Jazzlabels ACT im Kurzinterview

Immer mehr ACT-Künstler nehmen sich für ihre Alben die Klassik vor. Planen auch Sie den Sprung in den Klassikmarkt?

Ein Schwerpunkt von ACT ist der europäische Jazz, dessen Akteure ganz selbstverständlich aus den musikalischen Wurzeln Europas schöpfen. Insofern folgen Berührungen mit der Klassik keinem „Plan“, sondern sind Teil der musikalischen Persönlichkeit vieler Künstler. Wenn das Ergebnis hilft, Klassikhörern eine Brücke zum Jazz zu bauen, oder umgekehrt, ist das doch wundervoll. Eine reine Klassikreihe plane ich jedoch nicht.


Sie selbst mischen in der Klassik ja schon mit der Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ mit – doch taugt solch ein vornehmer Saal wirklich für die „Blue Notes“?

Ganz klar ja! Das zeigt schon der enorme Zuspruch für die bisherigen drei Konzerte. Jazz und Klassik begegnen sich heute künstlerisch absolut auf Augenhöhe, und ein Austausch kann beiden Genres nur gut tun.


Und weshalb sollte der Klassikfan unbedingt auch mal in ein Jazzkonzert gehen?

Da viele der aufregendsten Musiker Jazzmusiker sind und der Jazz wie die Klassik gleichermaßen den Geist fordert und die Seele berührt. Zudem ist der Jazz zu einer Kontinente, Kulturen und Genres verbindenden Musik geworden, in der eine Menge Innovation stattfindet und es viel zu entdecken gibt.

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