cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main

Musikalische Grenzüberschreitungen

Ende November findet zum vierten Mal cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main statt. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Transit“

© Katerina Delta

cresc ... Biennale für moderne Musik Frankfurt Rhein Main, Proben zur TanzMusikPerformance "Hyperion"

Die vierte Ausgabe des internationalen Musikfestivals cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main präsentiert vom 22. bis zum 26. November unter dem Motto „Transit“ Ensemble- und Orchestermusik, Avantgarde-Jazz, eine Tanz-Musik-Performance sowie ein Podiumsgespräch. Das Festival mit 14 Veranstaltungen an sieben Spielorten in Frankfurt, Wiesbaden und Hanau steht diesmal im Spannungsfeld von „Kunst und Politik“.

Festival-Motto „Transit“

Nach „Musik und Raum“, „Musik und Zeit“ und „Musik und Film“ widmet sich das diesjährige Festival einem Thema mit einem drängenden aktuellen Bezug. Angesichts dramatischer Flucht- und Migrationsbewegungen weltweit ist „Transit“ das Wort der Zeit. Eine Vokabel, die auch schreckliche Assoziationen wecken kann, wie die Flucht vor Kriegen, Verfolgung oder Umweltkatastrophen; eine Vokabel, die zugleich für vielfältige Veränderungsprozesse und Wandlungen steht, denen die Gesellschaften zurzeit ausgesetzt sind und die sie selbst verantworten.

cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main: Komponist Isang Yun im Fokus

© Ingrid von Kruse/Boosey & Hawkes, Bote & Bock, Berlin, Archiv

Isang Yun, 1989

Isang Yun, 1989

Unter dem  Motto „Transit“ wird Künstlern besonderer Raum gegeben, die Grenzen überschreiten, sich stets neu verorten und die sich zwischen Ländern, Kulturen und Genres bewegen. So etwa der Komponist Isang Yun, dessen Geburtstag sich zum 100. Mal jährt und der zeitlebens zwischen Süd- und Nordkorea, zwischen Europa und Asien, Tradition und Moderne vermittelte. Indem cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main 2017 ausgewählte Werke von ihm mit aktuellen musikalischen Stellungnahmen verbindet, bezieht das Festival damit pointiert Stellung zu Aspekten des gegenwärtigen globalen Transits, des politischen wie des ästhetischen.

Neue Wege geht das Festival auch mit drei Impulsvorträgen renommierter Publizisten und Wissenschaftler. So beleuchten der ehemalige ARD-Auslandskorrespondent für Ostasien Peter Kujath, die ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss und die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor den Begriff Transit aus ihrer jeweiligen Perspektive.

Trailer zu cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Festivaldaten im Überblick:

cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main
Zeitraum: 22. – 26.11.
Mitwirkende: Ensemble Modern, Ensemble Modern Orchestra, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband, Kiriakos Hadjiioannou, Fabrice Mazliah, Ilan Volkov, Patrick Pulsinger, Albert Horne, Aki Takase, DJ Illvibe, Alexander von Schlippenbach, SWR Vokalensemble, Peter Rundel, Michael Alber, Enno Poppe u.a.
Orte: Alte Oper Frankfurt, Hessischer Rundfunk, Congress Park Hanau, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Musikhochschule Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

hr-Sendesaal

cresc. Biennale für aktuelle Musik Rhein Main

17. bis 25. Februar 2023

Alle zwei Jahre feiert die vom hr-Sinfonieorchester und dem Ensemble Modern ausgerichtete „cresc…-Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main“ an zwei Wochenenden genreübergreifend das breite Klangspektrum zeitgenössischer Musik. weiter

Auch interessant

Opern-Feuilleton: Opernchöre in Coronazeiten

Auf Abstand

Wie erging es Opernchören während Corona – und wie geht es weiter? Roland H. Dippel hat sich bei Chorleitern umgehorcht. weiter

Interview Alain Altinoglu

„Ein Orchester ist kein Museum“

Wie begeistert man Kinder für Klassik? Wie lebt man als viel reisender Dirigent umweltbewusster? Alain Altinoglu treiben nicht nur musikalische Fragen um. weiter

OPERN-KRITIK: OPER FRANKFURT – DER FERNE KLANG

Betörung statt Verstörung

(Frankfurt, 31.3.2019) GMD Sebastian Weigle und Regisseur Damiano Michieletto setzen die Schreker-Renaissance fulminant fort – mit ihrem Nachdenken über das Altern der Sinnlichkeit. weiter

Kommentare sind geschlossen.