Mit „Primavera da Vienna“ feierten die Wiener Symphoniker im April 2025 im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens ihr erfolgreiches Debüt in Triest. Rund eine Woche lang war das traditionsreiche Politeama Rossetti künstlerisches Zentrum des Orchesters und Schauplatz eines intensiven kulturellen Austauschs zwischen Österreich und Italien. Orchester und Spielstätte verbindet eine gemeinsame Geschichte: Bereits 1902 konzertierten die Wiener Symphoniker erstmals im heutigen Teatro Stabile del Friuli Venezia Giulia „Il Rossetti“. In den vielbeachteten Gastspielkonzerten präsentierte sich das Orchester gemeinsam mit seinem neuen Chefdirigenten Petr Popelka und international renommierten Solistinnen und Solisten. Das Festival etablierte sich damit bereits in seiner ersten Ausgabe als neues, hochkarätiges Format im Triester Kulturkalender.

Primavera da Vienna 2026
Nach dem erfolgreichen Auftakt kehren die Wiener Symphoniker im Frühjahr 2026 nach Triest zurück. Am Palmwochenende schlagen sie erneut ihre Residenz im Politeama Rossetti auf und laden das Publikum zu drei Konzerten ein, die Wiener Klangtradition mit italienischem Lebensgefühl verbinden. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Puccini und Franz Lehár. Unter der Leitung von Chefdirigent Petr Popelka wirken namhafte Solisten mit, darunter der Geiger Renaud Capuçon, der Pianist Rudolf Buchbinder sowie die Sopranistin Krassimira Stoyanova und der Tenor Francesco Meli.

Da tönt’s von Italien bis nach Wien
Das Eröffnungskonzert schlägt eine klingende Brücke zwischen Italien und Wien. Im Mittelpunkt steht Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur, die „Italienische“, deren leuchtende Klangfarben und südlich inspirierten Melodien wie geschaffen sind für den Auftakt eines Frühlingsfestivals auf italienischem Boden. Mendelssohns musikalische Reise durch Italien spiegelt sich in der lebendigen, tänzerischen Energie des Werkes ebenso wie in seinen lyrischen Momenten. Aus Wien bringen die Wiener Symphoniker mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur indes ein weiteres Schlüsselwerk der Sinfonik mit. Zwischen diesen beiden sinfonischen Eckpfeilern erklingt Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1. Interpretieren wird das Werk der französische Geiger Renaud Capuçon, seit vielen Jahren eng mit den Wiener Symphonikern verbunden.

Für Oper und Operette leben
Das zweite Konzert ist ganz dem Musiktheater gewidmet und vereint Oper und Operette zu einem festlichen Galaprogramm. Im Zentrum stehen Werke von Giacomo Puccini und Franz Lehár – zwei Komponisten, die auf unterschiedliche Weise das Genre geprägt haben. Arien, Duette und Orchesterstücke aus Puccinis Opern spiegeln die emotionale Intensität und dramatische Ausdruckskraft seines Schaffens wider. Die musikalischen Szenen werden von der Sopranistin Krassimira Stoyanova interpretiert, an ihrer Seite der Tenor Francesco Meli. Dem gegenüber stehen Werke von Franz Lehár, der nicht umsonst als „Puccini der Operette“ bezeichnet wird.

Feiern mit einem Mozart-Triple
Das Abschlusskonzert ist einem besonderen Jubilar gewidmet: Rudolf Buchbinder, Doyen der österreichischen Pianisten, feiert 2026 seinen 80. Geburtstag. Seit seinem Debüt mit den Wiener Symphonikern im Jahr 1967 ist er dem Orchester eng verbunden und hat nahezu 400 gemeinsame Konzerte bestritten. 1992 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. In Triest präsentiert Buchbinder eine seiner besonderen musikalischen Visitenkarten: drei Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart an einem Abend. Zu hören sind das Klavierkonzert C-Dur KV 467, das Klavierkonzert A-Dur KV 488 sowie Mozarts letztes Klavierkonzert B-Dur KV 595.
Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern entsteht so ein festlicher Abschluss des „Primavera da Vienna“ 2026, der die langjährige künstlerische Partnerschaft zwischen Solist und Orchester ebenso feiert wie Mozarts zeitlose Musik.
