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Innovative Blicke auf Bach

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Internationales Bachfest Stuttgart 2026


Vom 13. bis 28. März feiern und erforschen junge Künstlerinnen und Künstler sowie renommierte Ensembles beim Internationalen Bachfest Stuttgart die Musik Bachs. Sie alle eint das Festivalmotto: „Weil wir Bach lieben!“

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Die Musik Johann Sebastian Bachs fasziniert ungebrochen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Das weiß auch die Internationale Bachakademie Stuttgart, die seit vielen Jahren mit ihren eigenen Klangkörpern – der Gaechinger Cantorey und dem Jungen Stuttgarter Bach Ensemble (JSB) – sowie hochkarätigen Gastkünstlerinnen und Gastkünstlern das musikalische Erbe des Thomaskantors lebendig hält. Ein saisonaler Höhepunkt ist dabei das Internationale Bachfest Stuttgart, das die Klangwelten seines Namensgebers innovativ, mutig und zugleich traditionsbewusst ausdeutet. In diesem Jahr feiern vom 13. bis 28. März Größen der Barockszene, kreative Grenzgänger, Tanzende und nicht zuletzt auch das Publikum unter dem Motto „Weil wir Bach lieben!“ und machen so aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt 16 Tage lang einen Hotspot klingender Lebensfreude und ein führendes Zentrum der Bach-Interpretation.

Künstlerischer Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart und renommierter Bach-Exeget: Dirigent Hans-Christoph Rademann
Künstlerischer Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart und renommierter Bach-Exeget: Dirigent Hans-Christoph Rademann

Bachs Messen im Fokus

Mit Vertonungen der lateinischen Messe – von der menschlichen Bitte um Erbarmen im „Kyrie“ über den engelsgleichen Lobpreis des Herrn im „Gloria“ bis zum irdischen Wunsch nach Frieden im „Dona nobis pacem“ – bezeugte der gläubige Protestant Bach seine kompositorische Schaffenskraft, die weit über die eigene Wirkstätte hinausstrahlte. Im Eröffnungskonzert (13.3.) lenken die Gaechinger Cantorey und ihr künstlerischer Leiter Hans-Christoph Rademann so den Blick auf den katholischen Hof des sächsischen Kurfürsten und lassen mit Johann David Heinichens Missa Nr. 12 D-Dur und Jan Dismas Zelenkas Missa dei Filii die glänzende Welt des Dresdner Barock in all ihrer orchestralen Farbpracht und vokalen Virtuosität aufscheinen.

Der Altmeister selbst hingegen kleidete ab 1733 viermal „Kyrie“ und „Gloria“ in Ton. Die sogenannten Lutherischen Messen gelten als Wegbereiter für die epochale h-Moll-Messe. In Stuttgart kann man ihren Entstehungsprozess und Bachs kongeniale Verwendung der Parodietechnik, das heißt die Umarbeitung älteren Materials zu neuen Messen, nun nachvollziehen. Zwei Wochen lang erarbeiten talentierte Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler der Meisterkurse Gesang und das JSB Ensemble jene Meilensteine und präsentieren sie in vier Gesprächskonzerten sowie gebündelt in einem finalen Konzert (22.3.). Und auch die h-Moll-Messe kommt zur Aufführung: Die Gaechinger Cantorey beschließt mit dem Opus magnum das Internationale Bachfest Stuttgart (28.3.).

Reisen mit dem Publikum gedanklich vom Barock bis in die Gegenwart: Hanke Brothers
Reisen mit dem Publikum gedanklich vom Barock bis in die Gegenwart: Hanke Brothers

Bach neu erfahren

Ein spannender Perspektivwechsel kündigt sich im Konzert des Ensemble Constantinople mit Sopranistin Hana Blažíková an (14.3.). Sie setzen das europäische Barockgenie in Beziehung zum persischen Dichter Omar Khayyam. Obgleich mehr als 600 Jahre zwischen beiden liegen, verstanden sie es doch mathematische Prinzipien und tiefste Spiritualität in ihren Werken zu vereinen.

Dass Bach nicht nur historisch gedacht, sondern immer wieder neu erfahren werden kann, zeigt das Programm auch jenseits des sakralen Rahmens. Die Hanke Brothers etwa laden zu einer spielerischen und klug gedachten Zeitreise (19.3.). Mit Blockflöte, Tuba, Violine, Bratsche und Klavier öffnet das preisgekrönte Quartett neue Zugänge zur Musik und spielt dabei Bach ebenso wie Mozart, Saint-Saëns und eigene Stücke. Ihr humorvolles Programm richtet sich explizit auch an Kinder im Grundschulalter.

Zeigt die ungebrochene Aktualität von Bachs Musik: Le Concert de l'Hostel Dieu
Zeigt die ungebrochene Aktualität von Bachs Musik: Le Concert de l’Hostel Dieu

Kontrapunkt trifft Minimal Music

Die fruchtvollen Wechselwirkungen zwischen dem Barockgiganten und der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, zwischen Kontrapunkt und modernen Pattern, zeigen hingegen die Musiker von Le Concert de l’Hostel Dieu auf (20.3.). Unter dem Motto „Bach to Minimalism“ verbindet das Ensemble aus Lyon Auszüge aus der „Kunst der Fuge“ und dem Violinkonzert d-Moll BWV 1052 mit neuzeitlichen Kompositionen von Steve Reich, Max Richter, Karl Jenkins und Arvo Pärt. Barocke Formstrenge, meditative Klangflächen und rhythmische Prägnanz offenbaren so einen frischen Blick auf Bekanntes.

Doch nicht nur die instrumentale und vokale Bach-Deutung hat in Stuttgart Tradition. Auch auf der Tanzbühne beschäftigten sich immer wieder Choreografen mit der zeitlosen Musik Bachs. An dessen Geburtstag (nach julianischer Zählweise am 21.3.) fragen sich das Ensemble Europa Danzante sowie Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Gaechinger Cantorey: Wie tanzt Stuttgart Bach? Die Antworten darauf sind vielfältig und reichen von barocken Schrittfolgen über klassisches Ballett – vom berühmten Jean Georges Noverre bis zu John Cranko – und Bewegungsmuster in der Eurythmie bis zum zeitgenössischen Tanz. Das BachTanzLab ist eine Hommage an die Tanzgeschichte Stuttgarts, in diesem Jahr kreativ entworfen vom Konzertmeister der Gaechinger Cantorey Yves Ytier, der selbst ausgebildeter Tänzer und Choreograf ist.

Singen und spielen jedes Werk auswendig: Solomon's Knot aus London
Singen und spielen jedes Werk auswendig: Solomon’s Knot aus London

Passionen, Kantaten und vieles mehr

Zahlreiche weitere musikalische Höhepunkte, darunter eine norddeutsche „Markus-Passion“ (BWV 1166.2) in der Fassung, die Bach in Leipzig 1726 dirigiert hat, mit Solomon’s Knot (25.3.), abwechslungsreiche Kantaten des Bach-Freunds Georg Philipp Telemann mit den vereinten Kräften von Vox Luminis und dem Freiburger Barockorchester (16.3.) sowie facettenreiche Mittagskonzerte mit Studierenden der HMDK Stuttgart runden das Festivalprogramm. Auf der Homepage des Internationalen Bachfests Stuttgart gibt es weitere Informationen zu allen Veranstaltungen.

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