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	<title>Komponistinnen - concerti.ch</title>
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	<description>Klassische Musik, Klassik-Konzerte, Oper &#38; Festivals</description>
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	<title>Komponistinnen - concerti.ch</title>
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		<title>Existent, aber kaum präsent</title>
		<link>https://www.concerti.ch/portraets-ch/komponistinnen-archiv-frau-und-musik-frankfurt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Hellmig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 12:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie schön wäre es doch, wenn Komponistinnen auch in der Öffentlichkeit denselben Stellenwert wie ihre männlichen Kollegen hätten. Das weltweit größte und bedeutendste Komponistinnen-Archiv in Frankfurt leistet seit knapp vier Jahrzehnten Aufklärungsarbeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„Von einer Recension soll gar nicht die Rede sein – und warum nicht? – weil wir es mit dem Werk einer Dame zu thun haben…“. Nicht nur <a href="https://www.concerti.ch/portraets-ch/sommerreihe-komponistinnen-clara-schumann/" target="_self" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Clara Schumann</a> hatte mit Vorurteilen gegenüber komponierenden Frauen zu kämpfen, auch Komponistinnen wie <a href="https://www.concerti.ch/portraets-ch/sommerreihe-komponistinnen-fanny-hensel/" target="_self" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Fanny Hensel</a> gaben trotz eines familiären Verbots nicht auf, ihre Musik der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und <a href="https://www.concerti.ch/portraets-ch/sommerreihe-komponistinnen-rebecca-clarke/" target="_self" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Rebecca Clarke</a> wurde gar unterstellt, dass sie gar nicht existiere, sondern dass ihr Name ein Pseudonym für Ernest Bloch sei. Ganz im Gegensatz zu <a href="https://www.concerti.ch/portraets-ch/sommerreihe-starke-frauen-melanie-helene-bonis/" target="_self" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Mélanie Hélène Bonis</a>, die die meisten ihrer knapp 300 Werke von vornherein unter dem geschlechtsneutralen Pseudonym „Mel Bonis“ veröffentlichte. Auch wenn dieses Versteckspiel glücklicherweise ein Ende hat, so stehen Komponistinnen nach wie vor im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Wie reichhaltig Frauen in der Musikgeschichte mitgewirkt haben und mitwirken, zeigt das in Frankfurt am Main beheimatete und weltweit größte Komponistinnen-Archiv Frau und Musik mit mehr als 25.000 Medien-Einheiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachlässe, Noten und Postkarten im Archiv Frau und Musik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.archiv-frau-musik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Archiv Frau und Musik<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a> versammelt Noten von 1.800 Komponistinnen aus 52 Ländern und mehreren Jahrhunderten, zudem künstlerische Nachlässe von Musikerinnen, Zeitungsartikel, Broschüren, Sekundärliteratur, Bildmaterial und Tonträger sowie Facharbeiten über Musikerinnen und Komponistinnen. Weltweit einzigartig ist die Postkartensammlung von Damenblasorchestern um 1900. Weitere wertvolle Stücke sind zudem handschriftliche Briefe von Clara Schumann. „Außerdem beherbergen wir den Nachlass von Felicitas Kukuck “, erzählt Heike Matthiesen, und nennt damit nur eine von den vielen Kostbarkeiten, die im Archiv schlummern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hören Sie „Die Lechzende“ von Felicitas Kukuck:</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gitarristin Heike Matthiesen ist im Vorstand des Trägervereins Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik und ebenfalls in der Forschung aktiv. „Ich selber habe schon eine kommentierte Liste der Gitarrensolobestände erstellt“, berichtet sie. Diese Recherchearbeiten habe sie dann sogar genutzt, um einige der wiederentdeckten Werke auf CD einzuspielen. „Mein Album „Guitar Ladies“ habe ich tatsächlich durch die Anregung des Archivs aufgenommen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vom emma-Artikel zum internationalen Arbeitskreis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Angefangen hat alles mit einem Artikel über vergessene Komponistinnen in der Zeitschrift „emma“, den Dirigentin Elke Mascha Blankenburg 1977 veröffentlichte. Daraufhin vereinten sich Musikerinnen und Komponistinnen aus aller Welt in einem Arbeitskreis. Zwei Jahre später wurde eine Forschungsstätte in Köln durch die Initiative von Blankenburg gegründet, nachdem sie den gesamten Noten-Bestand im musikwissenschaftlichen Institut Köln zu durchforsten begann und schließlich auf eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Komponistinnen stieß.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter wp-image-43298">        <div class="concerti-img-copyright">&copy; Karl Brendel</div>
        <img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="225" src="https://www.concerti.de/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Schaukasten-c-Karl-Brendel-300x225.jpg" alt="Eine Werke von Komponistinnen sind exemplarisch im Schaukasten des Archivs für Frau und Musik ausgestellt" class="wp-image-43298" srcset="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Schaukasten-c-Karl-Brendel-300x225.jpg 300w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Schaukasten-c-Karl-Brendel-768x575.jpg 768w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Schaukasten-c-Karl-Brendel-1024x766.jpg 1024w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Schaukasten-c-Karl-Brendel-620x466.jpg 620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine Werke von Komponistinnen sind exemplarisch im Schaukasten des Archivs für Frau und Musik ausgestellt © Karl Brendel</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anlass genug, um noch intensiver in diesem Bereich zu forschen – bis heute. „Unsere Nutzer sind hauptsächlich Wissenschaftler, Veranstalter auf der Suche nach besonderer Musik und natürlich die Musiker“, erläutert Heike Matthiesen. „Außerdem sind wir eine Art kulturelles Gedächtnis der Komponistinnen, aber auch Sprachrohr und Ansprechpartner für Medien und kulturelle Betriebe.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb von nur einem Jahr waren mit Hilfe der Mitglieder des Trägervereins Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V. rund 300 Komponistinnennamen in diversen Musikbibliotheken gefunden. Nach insgesamt vier Umzügen befindet sich das Archiv seit 2008 in den hoffmanns höfen in Frankfurt am Main, wo es mit viel Sorgfalt und Engagement gepflegt wird. „Finanziert wird das Archiv im Moment weitestgehend vom Land Hessen, sowie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge“, erklärt die Gitarristin. „Bei uns arbeiten Wissenschaftler und Bibliothekare wegen der ewig wackelnden Finanzierung über Teilzeitstellen und als projektbezogene Mitarbeiter, dazu Ehrenamtliche, die zum Beispiel bei der Erstellung der Repertoirelisten mithelfen.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter wp-image-43297"><img decoding="async" width="300" height="215" src="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Konzert-c-Archiv-Frau-und-Musik-300x215.jpg" alt="Konzert der Gitarristin Heike Matthias im Rahmen der Veranstaltung zum deutschlandweiten Tag der Archive im Archiv Frau und Musik" class="wp-image-43297" srcset="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Konzert-c-Archiv-Frau-und-Musik-300x215.jpg 300w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Konzert-c-Archiv-Frau-und-Musik-768x549.jpg 768w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Archiv-Frau-und-Musik-Konzert-c-Archiv-Frau-und-Musik-1024x732.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Konzert der Gitarristin Heike Matthiesen im Rahmen der Veranstaltung zum deutschlandweiten Tag der Archive im Archiv Frau und Musik © Archiv Frau und Musik</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Die Forschung hat noch viel zu tun</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Frankfurter Komponistinnen-Archiv Frau und Musik gibt es inzwischen weitere Institutionen, die um die gezielte Pflege und Verbreitung weiblicher Musikgeschichte bemüht sind: So hat es sich die Internationale <a href="https://www.unna.de/unna-erleben/kultur-in-unna/theater-musik-literatur/internationale-komponistinnen-bibliothek" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Komponistinnen-Bibliothek<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a> in Unna ebenfalls zur Aufgabe gemacht, Werke von Komponistinnen zu sammeln, zu archivieren und vergessene Kompositionen wieder zu entdecken und öffentlich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Frauen spezialisiert hat sich der <a href="https://furore-verlag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Furore Verlag<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a>, der ausschließlich Werke von Komponistinnen herausgibt. Der Verein <a href="https://www.musica-femina-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">musica femina münchen<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a> fördert seit 30 Jahren vor allem Komponistinnen aus dem Raum München. Und das Musikerinnen-Lexikon <a href="https://mugi.hfmt-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">MUGI – Musik und Gender<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a>, beschäftigt sich wissenschaftlich, aber dennoch sehr ansprechend mit der Aufarbeitung von verschwiegenen, verkannten und unterschätzten Komponistinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch wird es, trotz der vielgestaltigen Aufklärungsarbeit, wohl noch einige Zeit dauern, bis sich der Zuhörer nicht mehr verwundert die Ohren reibt, nachdem er vielleicht zufällig ein Werk von einer Komponistin gehört hat. 2019 feiert nun erst einmal das Frankfurter Archiv sein 40-jähriges Bestehen und wird mit verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen die komponierende Frau weiter in den Fokus rücken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>
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		<title>Von Oxford zum Oscar</title>
		<link>https://www.concerti.ch/portraets-ch/sommerreihe-starke-frauen-rachel-portman/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johann Christian Buddecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Porträts]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Filmmusik gehört Rachel Portman als Frau zur Minderheit. Für sie selbst war das nie ein Thema. Mit dieser Einstellung gewann sie 1997 den Oscar für die beste Filmmusik]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Karriere von Rachel Portman begann 1982 in Oxford. Und wie in jeder guten britischen Geschichte war auch Hugh Grant daran beteiligt. Für den Studentenfilm „Privileged“ schrieb sie ihre erste Filmmusik, Grant spielte seine erste Hauptrolle. Aus Studentenfilmen wurden Spielfilme, von England ging es nach Amerika. Der Durchbruch in Hollywood gelang ihr 1992 mit dem Film „Die Herbstzeitlosen“ von Beeban Kidron. Fünf Jahre später gewann sie als erste Frau in der Geschichte den Oscar in der Kategorie „Beste Filmmusik“ für Jane Austens Klassiker „Emma“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Oscar bekam sie so viele Aufträge, dass sie sich aussuchen konnte, woran sie arbeiten wollte. Obwohl sie oft auf ihre Rolle als Frau in der männerdominierenden Musikszene angesprochen wird, sieht sich Portman selbst als „Komponist ohne Geschlecht“. Benachteiligt habe sie sich aber nie gefühlt, erzählte sie etwa dem Bayerischen Rundfunk. Der Erfolg spricht für sich: Bis heute schrieb sie die Musik für mehr als hundert Filme, darunter „Marvins Töchter“ mit Meryl Streep, Leonardo DiCaprio und Robert De Niro, „Chocolat“ mit Juliette Binoche und Johnny Depp sowie „Die Herzogin“ mit Keira Knightley und Ralph Fiennes.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter wp-image-43141"><img decoding="async" width="300" height="214" src="https://www.concerti.de/wp-content/uploads/2018/08/Portman-Rachel-Verlauf-c-Benjamin-Ealovega-300x214.jpg" alt="Rachel Portman" class="wp-image-43141" srcset="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Portman-Rachel-Verlauf-c-Benjamin-Ealovega-300x214.jpg 300w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Portman-Rachel-Verlauf-c-Benjamin-Ealovega-768x548.jpg 768w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2018/08/Portman-Rachel-Verlauf-c-Benjamin-Ealovega-1024x730.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rachel Portman © Benjamin Ealovega</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einfluss von folkloristischen Klängen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Geboren wurde Rachel Portman 1960 in Haslemere. Schon im Alter von dreizehn Jahren begann sie zu komponieren, Unterstützung erhielt sie dabei vor allem von ihrer Mutter. Nach ihrem Kompositionsstudium in Oxford standen ihr in den Anfangsjahren ihrer Karriere auch der Regisseur Alan Parker und der Produzent David Puttnam unterstützend zur Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihren Kompositionen verzichtet Portman auf elektronische Instrumente. Lieber schreibt sie Melodien für Orchester, kammermusikalische Besetzungen oder einzelne Instrumente wie Klavier oder Klarinette. Auch von der häufig pompös komponierten amerikanischen „Blockbustermusik“ hält sie Abstand. Stattdessen lässt sie sich von den folkloristischen Klängen der Länder inspirieren, in denen die jeweiligen Filme spielen. Doch obwohl ihr Schwerpunkt auf der Filmmusik liegt, komponierte sie auch viele andere Werke, darunter die Oper „Der kleine Prinz“ nach dem Buch von Antoine de Saint-Exupéry.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Rachel Portman bekommt den Deutschen Filmmusikpreis</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Rachel Portman wird im Oktober mit dem Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „International“ ausgezeichnet, der im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt verliehen wird. Die Veranstalter teilten mit, dass sich die Britin mit ihren kreativen Kompositionen in der von Männern dominierten Filmmusikbranche durchgesetzt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rachel Portmans oscarprämierter Soundtrack zum Jane Austen Klassiker „Emma“:</strong></p>



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