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	<title>Bücher-Rezensionen - concerti.ch</title>
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	<description>Klassische Musik, Klassik-Konzerte, Oper &#38; Festivals</description>
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		<title>Gemischtes Doppel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Patrick Erb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 03:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher-Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Autorin und Musiktheaterschaffende Michaela Fridrich porträtiert in ihrem neuen Buch das Klavierduo Tal &#38; Groethuysen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Konzept der Autorin Michaela Fridrich ist recht einleuchtend: Zunächst führt sie in die Biografie der einen Hälfte des berühmten Klavierduos Tal &amp; Groethuysen ein, dann widmet sie sich der anderen Hälfte, ehe sie das Duo gemeinsam porträtiert. Michaela Fridrich ergänzt diese sehr genau recherchierten und in einer schönen, gut lesbaren Sprache verfassten Texte durch drei Interviews, eines mit Yaara Tal, eines mit Andreas Groethuysen und eines mit beiden gemeinsam. Auch wer die überaus erfolgreiche Arbeit der beiden, nicht selten als das „beste Klavierduo der Welt“ gerühmten, Pianisten seit langem verfolgt, wird hier viel Neues erfahren, insbesondere aus der Kindheit und Jugend sowie dem jeweiligen Beginn ihrer Solokarrieren. </p>



<p>War es doch keineswegs naheliegend, dass die in Israel als Tochter jüdischer Immigranten, die große Teile ihrer Familie im Holocaust verloren hatten, aufgewachsene Yaara Tal und der aus einer Münchner Künstlerfamilie stammende Andreas Groethuysen zueinander finden würden – künstlerisch wie privat. Fridrich gelingt es, den professionellen Blick auf ihren Gegenstand mit der Freundschaft zu dem Paar, dessen Weg sie seit über 20 Jahren verfolgt, so zu verbinden, dass der Leser nicht den mitunter peinlichen Eindruck bekommt, einem Fan zu lauschen. Wer das Duo kennt und schätzt, wird sich freuen, die Musiker näher kennenzulernen. Und wer ihrer stets ebenso faszinierenden wie überzeugenden Interpretationskunst tatsächlich noch nicht begegnet sein sollte, könnte das Buch zum Anlass nehmen, dieses Versäumnis nachzuholen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1366" height="2048" src="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer-1366x2048.jpg" alt="Michaela Fridrich wirkt neben ihrer Autorschaft auch an Theaterproduktionen mit, gestaltet Beiträge für den öffentlichen Rundfunk und für Programmhefte und arbeitet zusätzlich als Moderatorin." class="wp-image-888688" style="width:350px" srcset="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer-1366x2048.jpg 1366w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer-264x396.jpg 264w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer-768x1151.jpg 768w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer-1025x1536.jpg 1025w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michaela-fridrich-c-erik-dreyer.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1366px) 100vw, 1366px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michaela Fridrich wirkt neben ihrer Autorschaft auch an Theaterproduktionen mit, gestaltet Beiträge für den öffentlichen Rundfunk und für Programmhefte und arbeitet zusätzlich als Moderatorin.</figcaption></figure>



<p><strong>Duo Tal &amp; Groethuysen.</strong> <strong>Seiltänze mit zwanzig Fingern</strong><br>Michaela Fridrich<br>edition text + kritik<br>141 Seiten, 20 Euro</p>



<p></p>
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		<title>Sympathisierte Herbert von Karajan mit den Nazis?</title>
		<link>https://www.concerti.ch/rezensionen/buchrezension-michael-wolfssohn-genie-und-gewissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Hendrik Maier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 03:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher-Rezensionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.concerti.de/?p=887909</guid>

					<description><![CDATA[Antisemitismusforscher Michael Wolffsohn erteilt in seinem akribisch recherchierten Buch Herbert von Karajan die Absolution.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Michael Wolffsohn war Professor für Neuere Deutsche Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München und geht in seinem Buch „Genie und Gewissen. Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus“ der Frage nach, ob <a href="https://www.concerti.de/kuenstler/herbert-von-karajan/" type="link" id="https://www.concerti.de/kuenstler/herbert-von-karajan/" data-wpel-link="internal" target="_self" rel="noopener noreferrer">Karajan</a>, nachweislich NSDAP-Mitglied, ein Nazi war. Mit unglaublicher Akribie wägt er auf 368 Seiten jedwedes Für und Wider ab, ganz einer korrekten wissenschaftlichen Vorgehensweise verpflichtet. Er sichtet Dokumente in zahlreichen Archiven, zitiert einschlägige Veröffentlichungen, führt Gespräche mit Menschen, die beruflich wie privat in direktem Kontakt zu Karajan standen, und er wertet all diese Quellen objektiv aus. Quasi im Zentrum des Buches steht ein vielsagendes Zitat: „Dass das ein Fehler war, bin ich bereit zuzugeben, aber wir Künstler leben in einer anderen, abgeschlossenen Welt. Andernfalls wäre es unmöglich, Musik, die für mich das Höchste und Einzige ist, richtig darstellen zu können. Entweder man macht Musik oder Politik.“ Das erklärte Karajan im März 1946 bei der Befragung durch die österreichische Entnazifizierungskommission, die ihm den Beitritt zur NSDAP 1935 vorhielt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized">        <div class="concerti-img-copyright">&copy; privat</div>
        <img decoding="async" width="1360" height="2048" src="https://www.concerti.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg-1360x2048.jpg" alt="1947 in Tel Aviv geboren: Historiker und Publizist Michael Wolffsohn" class="wp-image-887904" style="width:350px" srcset="https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg-1360x2048.jpg 1360w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg-263x396.jpg 263w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg-768x1157.jpg 768w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg-1020x1536.jpg 1020w, https://www.concerti.ch/wp-content/uploads/2026/04/michael-wolffsohn-c-privatjpg.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1360px) 100vw, 1360px" /><figcaption class="wp-element-caption">1947 in Tel Aviv geboren: Historiker und Publizist Michael Wolffsohn</figcaption></figure>



<p>Das könnte eine reine Floskel sein, schnell dahingesagt, um den begehrten „Persilschein“ zu erhalten. Doch Wolffsohn kann in aller Ausführlichkeit nachweisen, dass es sich genau so verhält. Alle Gesprächspartner bestätigen das, und es gibt keinerlei Quellen für eine wie auch immer geartete politische Betätigung des Künstlers. Dass die vielen Kontakte zu jüdischen Menschen im privaten wie beruflichen Umfeld ihm zur NS-Zeit zum Verhängnis hätten werden können und in der Nachkriegszeit keine opportunistischen, sondern persönliche bzw. fachliche Gründe hatten, kann Wolffsohn belegen. Folgerichtig erteilt ihm der Autor, Sohn jüdischer Flüchtlinge, deren Familien 1939 gerade noch aus Deutschland nach Palästina gelangen konnten, seine ganz persönliche Absolution.</p>



<p><strong>Genie und Gewissen. Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus</strong><br>Herder, 368 Seiten<br>26 Euro<br></p>
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