Termintipp Musikmärchen

Toch: Die Prinzessin auf der Erbse

© Marc Lontzek/Landestheater Detmold

Rademacher Lutz

Rademacher Lutz

Detmold Oper von Ernst Toch kitzelt den Witz aus Andersens Märchen

Er nannte sich selbst „The world’s most forgotten composer of the 20th century“. Ob Ernst Toch diesen Titel tatsächlich für sich allein beanspruchen darf, sei dahingestellt. Fest steht, dass der Österreicher, der nach Hitlers Machtergreifung ins Exil ging und bis zu seinem Tod 1964 als Filmkomponist für Holly­wood in Kalifornien lebte, heutzutage kaum noch bekannt ist. Toch arbeitete zusammen mit Paul Hindemith für den Rundfunk in Frankfurt am Main, komponierte sieben große Sinfonien – für eine von ihnen erhielt er den Pulitzerpreis –, etliche Orchesterwerke, Klavierstücke und auch einige Opern. Darunter das 1927 entstandene Musikmärchen Die Prinzessin auf der Erbse nach Hans Christian Andersen, für das der deutsche Bildhauer Benno Elkan ein Libretto schrieb, das mit seinem Pointenreichtum den musikalischen Witz geradezu herausfordert. Als Gegenentwurf zur großbürgerlich-elitären Operntradition schuf Toch somit eine „Zeitoper“, die sich nicht nur mit ihrer Schlusshymne „Es lebe die Prinzessin, ihr Hintern sei gepriesen!“ über die Empfindlichkeiten der Herrschenden lustig macht. (Sören Ingwersen)

Interpreten

Irakli Atanelishvili (Der König)
Simone Krampe (Die Königin)
Eungdae Han (Der Prinz)
Lutz Rademacher (Leitung)
Georg Heckel (Regie)

Termine

Sonntag, 16.08.2020
16:00 Uhr
Samstag, 29.08.2020
16:00 Uhr
Sonntag, 06.09.2020
11:30 Uhr
Samstag, 03.10.2020
16:00 Uhr
Samstag, 17.10.2020
16:00 Uhr
Sonntag, 01.11.2020
11:30 Uhr