Was tun, wenn ein Versprechen an die Götter plötzlich das eigene Kind bedroht? Genau in diesem unauflösbaren Konflikt liegt der Kern von Mozarts „Idomeneo“. Nach „Mitridate, re di Ponto“ und „Lucio Silla“ schuf er mit seiner dritten Opera seria 1781 ein Musikdrama, das bereits viele jener Qualitäten besitzt, die für seine späteren Werke charakteristisch werden sollten: hochvirtuose Gesangspartien, große Chorszenen, empfindsame Arien und ein Orchester, das die seelischen Konflikte der Figuren ausleuchtet. In der Neuinszenierung von Philipp Himmelmann begegnen sich ein Werk der Wiener Klassik und eine zeitgenössische szenische Perspektive. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage nach Macht und Verantwortung. „Idomeneo“ erzählt auch von Menschen, die zwischen persönlichen Gefühlen und Erwartungen von außen gefangen sind. König Idomeneo, sein Sohn Idamante und die trojanische Prinzessin Elettra werden in einen Konflikt hineingezogen, aus dem es scheinbar keinen guten Ausweg gibt. Hier zeigt sich Mozart von einer ernsten, dramatisch zugespitzten Seite – wenngleich er diesmal ein versöhnliches Ende bereithält.
Mozart: Idomeneo
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PremiereMusiktheater
Interpreten
Michael Schade (Idomeneo), Frederike Schulten (Idamante), Andrea Stadel (Ilia), Evmorfia Metaxaki (Elettra), Noah Schaul (Arbace), Stefan Vladar (Leitung), Philipp Himmelmann (Regie)
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Musiktheater
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