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CD-Rezension Cristina Braga

Verträumt

Christina Braga singt mit hauchiger Stimme und ihr virtuoses Harfenspiel versinkt dabei im weichen Streicherteppich

vonJakob Buhre,

Diese Kombination ist doppelt ungewöhnlich: Bossa Nova in Brandenburg und auf der Harfe. Dass Letzteres gut funktionieren kann, hat die brasilianische Harfenistin und Sängerin Cristina Braga mehrfach unter Beweis gestellt. Nun präsentiert sie eine Live-CD mit den Brandenburger Symphonikern mit Bossa Nova-Kompositionen unter anderem von Tom Jobim, Baden Powell und João Donato. Der Klang ist in weiten Teilen sehr zart: Braga singt mit verträumter, hauchiger Stimme und wird vom Orchester weich gebettet, manchmal so weich, so dass ihr virtuoses Harfenspiel im Streicherteppich versinkt. Voller Esprit sind die mitwirkenden Solisten des „Modern Samba Quintet“, deren Funke auf die Symphoniker immer wieder überspringt. So kommt in Donatos A Rã südamerikanisches Flair auf und im schwelgerischen Arrangement von Edu Lobos Canto Triste wird das ganze Potential dieser brasilianisch-brandenburgischen Begegnung hörbar.

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