Rezension Yo-Yo Ma & Kathryn Stott – Songs of Comfort and Hope

Funkelnde Preziosen

Kathryn Stott und Yo-Yo Ma spenden Trost und Hoffnung mit ausgefeilten Arrangements und hingebungsvoller Gestaltungskunst.

Trost und Hoffnung – beides kann man gut gebrauchen in Coronazeiten, und was der Titel dieser CD verspricht, das lösen Kathryn Stott und Yo-Yo Ma auch musikalisch ein. Schon 2015 haben die beiden mit „Songs From the Arc of Life“ beliebte Einzelstücke in ausgefeilten Arrangements zu einem Album zusammengestellt, und auch auf dieses neue Produktion folgt diesem Konzept. Was aber bei weniger begabten Musikern leicht wie ein beliebiges Potpourri wirken könnte, das adeln Stott und Ma mit einer so hingebungsvollen Gestaltungskunst, dass selbst Evergreens wie „Over the rainbow“, Solveig´s Lied“ oder „Ol’ Man River“ als funkelnde Preziosen erscheinen. Vor allem Yo-Yo Ma findet auf seinem Cello für jede Melodie einen anderen Tonfall, einen spezifischen Klang, den Kathryn Stott mit größter Sensibilität aufnimmt. Anspieltipp: „Mariettas Lied“ von Korngold. Danach ist man diesen Künstlern verfallen.

© C. Taylor Crothers

Helle Spielfreude: Yo-Yo Ma mit Duo-Partnerin Kathryn Stott

Songs of Comfort and Hope
Werke von Grieg, Mendelssohn, Korngold, Bloch, Dvořák u. v. a.

Yo-Yo Ma (Violoncello), Kathryn Stott (Klavier)
Sony Classical

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