Melancholisches Melos

CD-Rezension Rozhdestvensky & Marfurt

Melan­cho­li­sches Melos

Das Duo verzaubert wieder einmal mit einer Mischung aus rasanten Sätzen und zarten Melodien

Singt da gera­de Tschai­kow­skys Tat­ja­na von ihrer über­schwäng­li­chen Lie­be? Das schwel­ge­risch-melan­cho­li­sche Melos sei­ner Opern ver­strö­men auch die Wer­ke für Vio­li­ne und Kla­vier, die das rus­sisch-schwei­ze­ri­sche Duo in Gän­ze ein­ge­spielt hat. Deut­lich hör­bar der rus­si­schen Vir­tuo­sen­schu­le ent­stam­mend lebt Rozhdest­ven­skys Gei­gen­ton von emo­tio­na­ler Inten­si­tät und zar­ten Trä­nen, von see­len­vol­lem Vibra­to und betö­ren­den Ober­tö­nen. Mit­rei­ßend manisch sind die tän­ze­risch rasan­ten Scher­zo-Sät­ze. Bekannt ist die Musik der CD meist in den Orches­ter­fas­sun­gen, die Neu­ent­de­ckung als inti­me Kam­mer­mu­sik lohnt: nicht zuletzt auch dank der lyri­schen Sen­si­bi­li­tät von Josia­ne Mar­furt.

Tschaikowsky: Das Gesamtwerk
für Violine und Klavier

Sasha Rozhdestvensky (Violine) Josiane Marfurt (Klavier)
Delos

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