Neue Welten

CD-Rezension Matt Haimovitz

Neue Wel­ten

Sucht nie nach Kompromissen: Matt Haimovitz mit ungewöhnlichem Cello-Repertoire

Matt Hai­mo­vitz, einst fest instal­liert im Stall der DG, dann in Euro­pa etwas aus dem Blick­feld gera­ten, mel­det sich nach sei­ner groß­ar­ti­gen Auf­nah­me mit Beet­ho­vens Cel­lo-Sona­ten nun mit einem gänz­lich unge­wöhn­li­chen Pro­jekt: auf drei CDs hat er Wer­ke für Solo-Cel­lo zusam­men­ge­tra­gen, kom­po­niert zwi­schen 1945 und 2015. Sech­zig Jah­re mit meist sel­ten gespiel­tem Reper­toire mit Musik von Glass, Berio, Car­ter, Dal­la­pic­co­la, Sciar­ri­no, Mora­vec und ande­ren. Dar­un­ter befin­den sich auch Bear­bei­tun­gen von Jimi Hen­drix und den Beat­les, eben­so Groß­wer­ke wie die Sona­te von Lige­ti und das neun­tei­li­ge After Rea­ding Shake­speare von Rorem. Hai­mo­vitz zeigt die gan­zen Facet­ten sei­ner Cel­lo­kunst: Ver­ve und ein zahl­rei­che Arti­ku­la­ti­ons­for­men, mal tro­cken scha­bend, mal blu­mig säu­selnd, er kann kichern und brum­men. Hai­mo­vitz sucht nie nach Kom­pro­mis­sen. Ein­drucks­vol­le Ein­bli­cke in die Neue Welt des Cel­lo-Reper­toires.

Orbit –
Werke für Cello solo von Berio, Glass, Ligeti, Machover, Sanford u. a.

Matt Haimovitz (Violoncello)
Pentatone (3 CDs)

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