CD-Rezension Martin Haselböck

Ungarische Seele

Ein kurzweiliger Parforce-Ritt durch die Ungarischen Rhapsodien von Liszt mit Martin Haselböck und seiner Wiener Akademie

Der Europäer Franz Liszt war gebürtiger Ungar. Darauf besann er sich auch in seinen Ungarischen Rhapsodien, in denen er vorwiegend Melodien ungarischer Roma verarbeitete. Zwischen tänzerischem Verbunkos-Feuer und tief empfundener Wehmut bündelt Liszt hier alles an folkloristischem Lokalkolorit, was seine Epoche bereithält. Sein Zeitgenosse Franz Doppler, geboren im galizischen Lemberg, orchestrierte die von Liszt für Klavier geschriebenen Stücke wirkungsvoll und farbenreich. Sogar ein ungarisches Cimbalom kommt zum Einsatz, und natürlich dürfen auch inbrünstige Geigensoli nicht fehlen. Es gibt zudem Stellen, die klingen nach Wagner und andere, da scheint Böhmisches hervor: Ein kurzweiliger Parforce-Ritt durch die musikalischen Stile der Epoche. Martin Haselböck und seine Wiener, die fast alle auf historischen Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert spielen, bringen die Stücke zum Leuchten und Strahlen.

Termine

Sonntag, 19.07.2020 15:00 Uhr Benediktinerabtei Ottobeuren

Rezensionen

Rezension Martin Haselböck – Resound Beethoven

Knackig und mit Feuer

Martin Haselböck und das Orchester Wiener Akademie beschließen die Reihe „Resound Beethoven“ mit den Sinfonien fünf und sechs. weiter

CD-Rezension Martin Haselböck

Werbung für Jongen

Organist Christian Schmitt und die Deutschen Radio Philharmonie unter Martin Haselböck beleben einen vergessenen Belgier weiter

CD-Rezension Martin Haselböck

Beethoven im Holzschnitt

Die Verheißung von Martin Haselböck und dem Orchester Wiener Akademie wird nur teilweise eingelöst weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *