Sanitäter in der Melodiennot

CD-Rezension Klavierduo Takahashi-Lehmann

Sani­tä­ter in der Melo­dien­not

Debüt-Album des Klavierduos Takahashi-Lehmann: Das Lyrische, das Versonnene liegt den beiden Musikern

Das Kla­vier­duo Norie Taka­ha­shi und Björn Leh­mann hat ein span­nend kom­po­nier­tes Debüt-Album vor­ge­legt: mit Schön­bergs ers­ter Kam­mer­sin­fo­nie, Beet­ho­vens Gro­ßer Fuge und Schu­manns Zwei­ter – jeweils in Bear­bei­tun­gen der Kom­po­nis­ten für Kla­vier zu vier Hän­den. Bei Beet­ho­ven blei­ben Takahashi/Lehmann hin­ter der jüngs­ten Ver­gleichs­auf­nah­me mit Trenkner/Speidel und, mehr noch, hin­ter der Ein­spie­lung mit dem Duo d’Accord zurück. Die schar­fe Rhyth­mik klingt hier geglät­te­ter, weni­ger wage­lus­tig, weni­ger exis­ten­zi­ell. Das gilt, teil­wei­se, auch für die bei­den ande­ren Wer­ke. Das Lyri­sche, das Ver­son­ne­ne liegt dem Duo hin­ge­gen deut­lich mehr, was nicht nur in die lang­sa­men Abschnit­te, son­dern bis in die bei­den Schluss­sät­ze von Schu­mann und beson­ders von Schön­berg aus­strahlt. Bei­de Musi­ker nähern sich die­sen hei­mat­lo­sen Melo­die­fet­zen wie Sani­tä­ter, die ihnen Hei­mat geben und per­ma­nent fri­sche Luft zufüh­ren.

Beethoven: Große Fuge
op. 134, Schumann: Sinfonie Nr. 2, Schönberg: Kammersinfonie Nr. 1

Klavierduo Takahashi-Lehmann
audite

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