Widersprüche

CD-Rezension David Philip Hefti

Wider­sprü­che

Was der eine als öde Sprach­lo­sig­keit emp­fin­det, als Musik, die mit mög­lichst viel Auf­wand mög­lichst wenig sagt, erlebt der ande­re als fas­zi­nie­ren­de Klang­land­schaf­ten, als über­zeu­gend struk­tu­rier­te und kon­trast­reich orches­trier­te Ver­su­che, die Avant­gar­de irgend­wie fort­zu­set­zen. So ver­kör­pert der Schwei­zer David Phil­ip Hef­ti nolens volens die Vor­zü­ge und Nach­tei­le zeit­ge­nös­si­scher Musik. Die bei­den bes­ten Stü­cke, Chan­ge­ments und Moments luci­des, enden in kan­ta­blen Abge­sän­gen, wir­ken dadurch aber fast wie Dou­blet­ten. Auch das Cel­lo­kon­zert Gegen­klang, größ­ten­teils rei­ne Instru­men­ta­ti­ons­stu­die, und Klang­bo­gen erge­hen sich gern in medi­ta­ti­ven, auf die Dau­er recht mono­to­nen Pas­sa­gen. Dass alles gekonnt gear­bei­tet, ja sogar ziem­lich edel ist, ver­steht sich bei einem der­art gut aus­ge­bil­de­ten Kom­po­nis­ten von selbst. Lei­der über­wiegt die Arbeit – Genie kann man nicht ler­nen.

Hefti: Changements
Thomas Grossenbacher (Violoncello)
DSO Berlin u.a. Orchester
David Philip Hefti (Leitung)
col legno

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