Dresdner Entdeckung

CD-Rezension Ensemble Diderot

Dresd­ner Ent­de­ckung

Ein sehr gelungener Einblick in die unvergleichliche Qualität der Dresdner Musikkultur zu Beginn des 18. Jahrhunderts

Welt­er­stein­spie­lun­gen von Barock­mu­sik sind zwar kei­nes­wegs rar. Auch nicht, wenn es gleich drei auf einer ein­zi­gen CD sind. Dass die­se Erst­ein­spie­lun­gen aber gleich­zei­tig auch bemer­kens­wer­te Ent­de­ckun­gen dar­stel­len, ist sehr unge­wöhn­lich. Von Fux, Fasch und Tuma sind sie in die­sem Fal­le, und sie hal­ten dem Ver­gleich mit bekann­ten Sona­ten von Tele­mann und Hän­del jeder­zeit stand. Ein äußerst dich­tes Con­cer­tie­ren bie­ten Fux und Fasch, ein kla­gend düs­te­res Ada­gio bie­tet Fran­ti­sek Tuma. Ein sehr gelun­ge­ner Ein­blick in die unver­gleich­li­che Qua­li­tät der Dresd­ner Musik­kul­tur zu Beginn des 18. Jahr­hun­derts rund um den Gei­ger Johann Georg Pisen­del, für den die meis­ten der hier auf­ge­nom­me­nen Sona­ten geschrie­ben wur­den. Johan­nes Prahm­soh­ler und sein Ensem­ble schlüp­fen mit gro­ßer Ele­ganz und Spiel­kul­tur in die Rol­le der Dresd­ner Hof­mu­si­ker, die damals zu den bes­ten in Euro­pa zähl­ten.

The Dresden Album
Händel, Telemann, Fasch, Fux & Tuma: Triosonaten

Ensemble Diderot
Johannes Pramsohler
(Violine & Leitung)
Audax records

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