Barocke Pracht

Rezension Dunedin Consort – J. S. Bach: Orchestersuiten Nr. 1-4

Barocke Pracht

Das schottische Dunedin Consort und Dirigent John Butt präsentieren Bachs Orchestersuiten mit ansteckender Lebendigkeit.

Wer das Dunedin Consort live im Konzert erlebt, kann sich seiner ansteckenden Lebendigkeit und faszinierenden Ausstrahlung kaum entziehen. Diese wird auch spürbar bei der jüngsten Einspielung des Ensembles mit den vier Orchestersuiten Bachs. Mit grandioser Majestät hebt die Ouvertüre zu BWV 1068 an – und zieht gleichwohl ohne Erdenschwere schwebend vorüber. Auch die oft gehörte Air bezaubert mit luftiger Transparenz. Mit größter barocker Prachtentfaltung kommt die Gavotte daher. Die Brillanz der Bourée lässt den Atem stocken und geht nahtlos über in die fröhliche Festlichkeit versprühende Gigue. Soweit die 3. Suite, pars pro toto. Das Dunedin Consort wurde 1995 gegründet. Als Schottlands führendes Barockensemble hat es seinen Sitz in Edinburgh und wurde benannt nach Din Eidyn, dem keltischen Namen des Edinburgh Castle. Seit 2003 wird es geleitet von John Butt, Chor- und Orchesterdirigent, Organist, Cembalist sowie Musikwissenschaftler, der insbesondere der deutschen Barockmusik verbunden ist.

© Jen Owens Images

Dunedin Consort

Dunedin Consort

J. S. Bach: Orchestersuiten Nr. 1-4

Dunedin Consort, John Butt (Leitung)
Outhere / Linn (CKD666)

Auch interessant

Porträt Emmanuelle Haïm

Früh übt sich

Schon von Kindesbeinen an zählt die Barockmusik zur größten Leidenschaft der Cembalistin und Dirigentin Emmanuelle Haïm. Gemeinsam mit ihrem Ensemble erkundet sie das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts und bringt es mit großem Erfolg zum Klingen. weiter

Kurz gefragt: Désirée Nosbusch

„Mitnehmen würde ich nur Bach und eine Pinzette“

In diesem Jahr moderiert Désirée Nosbusch erstmals die Verleihung des OPUS Klassik im Konzerthaus Berlin. Die Schauspielerin über ... weiter

Davos Festival: Eröffnungswochenende 2021

Musikmagie in den Schweizer Alpen

(Davos, 8.8.2021) Mit ausgefeilt ausgefallenen Programmen und famosen jungen Künstlern legt Intendant Marco Amherd auch gern mal falsche Fährten – und regt lustvoll verspielt dazu an, die Musikgeschichte neu und ausdrücklich weiblicher zu schreiben. weiter

Kommentare sind geschlossen.