Barock bizarr

CD-Rezension Danielle de Niese

Barock bizarr

Etwas zu romantisch erklingt diese Aufnahme von Sängerin Danielle de Niese, die eigentlich Barock verspricht

„Die Schön­heit des Barock“ ver­spricht die neue CD der Sopra­nis­tin Dani­elle de Nie­se. Das Cover zeigt sie jedoch in einer Robe, die an die Mode um 1900 ange­lehnt ist. So ähn­lich klingt auch das Reper­toire auf die­ser CD, roman­tisch über­zu­ckert, als ob sich eine Opern­sän­ge­rin vor der Ära der his­to­risch-kri­ti­schen Auf­füh­rungs­pra­xis an die Barock­mu­sik gemacht hät­te. Bes­ser wird es bei den drei Duet­ten mit Andre­as Scholl, mit dem Dani­elle de Nie­se Num­mern aus Mon­te­ver­dis L’incoronazione di Pop­pea, Hän­dels Rode­lin­da und aus dem Sta­bat Mater von Per­go­le­si inter­pre­tiert. Das ande­re Extrem wird bei zwei Bach-Kan­ta­ten erreicht. Schön gesun­gen, muss man aber mögen.

Beauty of the Baroque
Werke von Dowland, Händel, Purcell, Monteverdi u.a.
Danielle de Niese (Sopran), Andreas Scholl (Countertenor), The English Concert, HarryBicket (Leitung). Decca

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