Den Beweis dafür, dass die Geschichte der wohl berühmtesten Oper der Welt noch lange nicht auserzählt ist, hat das Festival d’Aix-en-Provence zum Auftakt seiner 78. Ausgabe erbracht. Clément Cogitore inszeniert im Théâtre de l’Archevêché Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ als Coming-of-Age-Geschichte einer traumatisierten Kindergeneration in den Nachtagen des Zweiten Weltkriegs. Statt auf Humor setzt der bisher vor allem als Filmemacher bekannte Franzose auf ein komplexes, dezidiert düsteres Spiel zwischen Psychologie und Politik. Visuell bedient sich die Produktion dabei zahlreicher Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Welche Erkenntnisse am Ende bleiben, hat Peter Krause in seiner Kritik festgehalten.
„Die Zauberflöte“ mit Alte-Musik-Experten im Orchestergraben
Musikalisch verantwortet erstmals der Barock-Experte Leonardo García-Alarcón eine „Zauberflöte“ in Aix-en-Provence, es spielt die Cappella Mediterranea. Der Schweizer Tenor Mauro Peter und die chinesische Sopranistin Ying Fang sind als Tamino und Pamina zu erleben, die Königin der Nacht wird von Sabine Devieilhe gesungen. Den Gegenspieler Sarastro verkörpert Brindley Sherratt, während Sean Michael Plumb als Papageno auftritt.
Arte zeigt heute Abend um 22:00 Uhr eine Aufzeichnung der „Zauberflöte“ im TV.
TV-Tipp:
Mozart: Die Zauberflöte
Festival d’Aix-en-Provence 2026
Sa. 11.7., 22:00 Uhr
Arte

