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Poiesis Quartet

Das in den USA beheimatete Poiesis Quartet verbindet das klassische Streichquartettrepertoire mit einem besonderen Interesse an zeitgenössischer Musik. Sein aus dem Altgriechischen abgeleiteter Name „poiesis“ („schaffen“ oder „hervorbringen“) umreißt zugleich den künstlerischen Anspruch: Gemeinsam mit aufstrebenden Komponistinnen und Komponisten erweitert das Ensemble das Repertoire durch Auftragswerke und Uraufführungen. Ihm gehören zurzeit Sarah Ying Ma und Coco Mi (Violinen), Jasper de Boor (Viola) und Drew Dansby (Violoncello) an.

International profilierte sich das Quartett durch mehrere Wettbewerbserfolge. 2023 gewann es den Hauptpreis und den „Lift Every Voice Prize“ der Fischoff National Chamber Music Competition. 2025 folgten der Erste Preis und der Auftragswerkpreis beim Banff International String Quartet Competition, 2026 der Cleveland Quartet Award. Das 2024 veröffentlichte Debütalbum „as we are“ enthält gemeinsam mit der Mezzosopranistin Nancy Maultsby eingespielte Weltersteinspielungen. Residenzen führten das Quartett unter anderem nach Caramoor und Stanford.

Gemeinsam mit dem Caramoor Center brachte das Poiesis Quartet Jeff Scotts „Tapestry of the Beloved Beatified“ zur Uraufführung, das Pioniere der Queer-Bewegung honoriert – ein wichtiges Thema in der künstlerischen Ausrichtung des Ensembles. Derzeit ist es Graduate Quartet-in-Residence am College-Conservatory of Music der University of Cincinnati, wo es vom Ariel Quartet betreut wird. 2026/27 erfolgt zudem eine ausgedehnte Tournee innerhalb Europas.

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