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Lucerne Festival 2026

Amerikanische Träume vor Alpenkulisse

Das Lucerne Festival setzt 2026 auf die Klangvielfalt Amerikas, feiert mit international renommierten Solisten die Musik – und steht unter neuer künstlerischer Leitung.

vonJan-Hendrik Maier,

„Fünf Wochen, über 100 Konzerte: Die Weltstars der Klassik im Herzen der Schweiz“ – so bewirbt das Lucerne Festival seine anstehende Sommerausgabe. Und das größte eidgenössische Klassikfestival hat 2026 viel vor, verbindet multiple Aufbrüche und Jubiläen. Anne-Sophie Mutter etwa feiert ihr 50. Bühnenjubiläum am Vierwaldstättersee mit handverlesenen Programmen und Werken von Mozart über Penderecki und Previn bis zu Neuer Musik an der Seite des Lucerne Festival Orchestra und des Pittsburgh Symphony Orchestra, zudem steht die Weltklasse-Geigerin in einem Gesprächsformat Rede und Antwort.

Musik eines Kontinents

250 Jahre wiederum gibt es bereits die Vereinigten Staaten von Amerika, die mit der Verheißung des Traums von den unbegrenzten Möglichkeiten seit jeher Komponisten aus aller Welt zu Stippvisiten animierten, Zuflucht vor Krieg und Verfolgung boten und sich darüber hinaus mit der Entstehung von Jazz, Folk und Minimal Music als Keimzelle neuer musikalischer Ausdrucksformen erwiesen. Unter dem Motto „American Dreams“ lädt das Lucerne Festival zum Erleben eines funkelnden Kaleidoskops amerikanischer Musik ein: Ob große Orchesterfantasien von John Adams oder Aaron Copland, berührende Konzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold, humorvolle Klänge von Gershwin und Bernstein oder pulsierende Tongebilde aus der Vorstellungskraft einer Missy Mazzoli oder eines Steve Reichs, in Luzern sind sie alle zu hören.

Verantwortlich für das abwechslungsreiche Programm zeichnet Sebastian Nordmann als neuer Intendant. Neben den etablierten Konzertformaten im KKL Luzern will er das Festival noch weiter in die Stadt hineintragen und lädt mit „In den Straßen: City Stage“ sechs Tage lang zu einem Festival im Festival, bei dem die Stadt selbst zur Bühne wird – spontane Pop-Up-Konzerte inklusive. Zur DNA des Lucerne Festival zählt gleichwohl die Neue Musik. Die festivaleigene Akademie, seit 2026 künstlerisch von Jörg Widmann geleitet, genießt international höchstes Renommee, nachzuhören in knapp einem Dutzend Veranstaltungen. Als Composer-in-Residence ist Mark Andre vertreten.

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Hochkarätig besetzt

Ein experimentierfreudiger Wanderer zwischen musikalischen Genres, Formaten und Epochen ist auch Augustin Hadelich. Als „Artiste étoile“ beweist er seine Wandlungsfähigkeit in vier Konzerten, unter anderem mit amerikanischer Fiddle-Musik, Texas Swing und eigenen Kompositionen sowie als Solist mit den Berliner Philharmonikern.

Weitere Höhepunkte kündigen sich mit den Auftritten von Solisten wie Martha Argerich, Cecilia Bartoli, Joyce DiDonato, Hilary Hahn und Jan Vogler an, mit Renommierensembles wie den Wiener Philharmonikern, dem Freiburger Barockorchester und dem Orchester der New Yorker Metropolitan Opera und mit Pultgrößen von Joana Mallwitz über Yannick Nézet-Séguin, Sir Simon Rattle bis zu Kent Nagano und Riccardo Chailly.

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