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Klosters Music 2026

Musikalische Vermächtnisse

Zur achten Ausgabe von Klosters Music versammeln sich internationale Klassikgrößen in der Bündner Bergwelt und lassen die „Ikonen“ der Musikwelt hochleben. Zugleich ist es die letzte Saison von Gründungsintendant David Whelton.

vonJan-Hendrik Maier,

Wer in den Sommermonaten klassische Musik auf höchstem Niveau und abseits des hektischen Trubels erleben will, sollte sich das Festival „Klosters Music“ vormerken. Zum achten Mal versammeln sich in dem knapp 5000 Einwohner zählenden Dorf arrivierte Klassikstars zum gemeinsamen Musizieren. Zehn Tage lang – ein Novum in der Festivalhistorie – stehen hier in der Bündner Bergwelt „Ikonen“ im Zentrum des Geschehens. „Große Komponisten, deren Musik die Welt miteinander verbindet, Musik, die über die Jahrhunderte hinweg nachhallt und deren Vermächtnis bis zum heutigen Tag Bestand hat“, präzisiert der scheidende Intendant David Whelton das diesjährige Motto.

Von Bösewichtern, Heldinnen und Charmeuren

Mit Mozarts d-Moll-Klavierkonzert, interpretiert von Lukas Sternath, und Beethovens „Schicksalssinfonie“, dargeboten von der Camerata Salzburg unter Antonello Manacorda, wird es gleich im Eröffnungskonzert ikonisch. Koryphäe Sir András Schiff führt in Klosters zunächst solistisch durch Bachs „Goldberg-Variationen“ und lässt eine vierhändige Schubertiade an der Seite von Chloé Jiyeong Mun folgen.

Emotionsgeladen und abwechslungsreich kündigt sich der Abend mit Bariton Sir Bryn Terfel an, der als Opern-Bösewicht, charmanter Conférencier und inniger Heilssuchender seine facettenreiche Stimmkunst unter Beweis stellt. In verschiedene Bühnenrollen schlüpft auch Sopranistin Chelsea Marilyn Zurflüh, wenn sie mit dem La Cetra Barockorchester unter Maurice Steger die Heldinnen in Händels Opern ergründet. Und ein ganzes Leben steht in Miloš Formans Kino-Klassiker „Amadeus“ im Fokus, dessen Soundtrack unter der Leitung von Kevin Griffiths live eingespielt wird.

Vielgestaltige Kammermusik

Für Kammermusik-Begeisterte wartet Klosters Music mit drei ganz unterschiedlichen Konstellationen auf. Das Pacific Quintet begibt sich auf eine Reise durch Klangwelten von Mozart bis Bernstein, das Septura Brass Septet London und Akkordeonist Srdjan Vukašinović präsentieren am Schweizer Nationalfeiertag ein anspruchsvolles Medley an Klassik-Hits, während sich Rainer Honeck, Julia Hagen und Herbert Schuch mit Beethovens „Erzherzog“-Trio und Schuberts B-Dur-Trio zwei Meilensteinen des Repertoires annehmen.

Romantische Klangpracht versprechen zudem Boris Giltburg, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und Duncan Ward mit Tschaikowskys erstem Klavierkonzert. Gemeinsam mit Geigerin Veronika Eberle und Bratscher Timothy Ridout stimmt das norddeutsche Renommierensemble auch den feierlichen Schlussakkord des Festivals – und der Ära David Whelton – an.

Christoph Müller folgt auf David Whelton

Im November übernimmt Christoph Müller, bis im Vorjahr Intendant des Gstaad Menuhin Festivals, die künstlerische Leitung von Klosters Music. Ab 2027 will er das Festival um den „Klosters Music Violin Summit“ erweitern, ein Schwerpunkt, bei dem Musik, Geigenbaukunst und Forschung aufeinandertreffen. Als Solistin hat sich dafür bereits Arabella Steinbacher angekündigt.

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